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Airbox zu "Ram-Air Ansaugsystem" modifiziert (23.08.2026)
Die Ansaugöffnung für den Luftfilter zeigt bei der Caballero in Fahrtrichtung. Sieht fast so aus, als ob das ein "Ram-Air Ansaugsystem" sein soll.
"Als Ram-Air (wörtlich: Stauluft) werden Motor-Ansaugsysteme an Kraftfahrzeugen bezeichnet, deren Ansaugöffnungen so angeordnet sind, dass durch den Staudruck des Fahrtwindes eine Motoraufladung und damit eine Leistungssteigerung erzielt wird. ..."Link Wenn ich so an den Fahrtwind bei 100 km/h denke, könnte ich mir vorstellen, dass das wirklich etwas bringt. Aber bestimmt wird der Effekt zum größten Teil zunichte gemacht durch die zerklüftete Airbox hinter dem Luftfilter. Ich glaube nicht, dass die Form mit den vielen Ecken und Winkeln im Windkanal oder durch Strömungssimulation am Computer entstanden ist. Ausschlaggebend war wohl eher die Notwendigkeit, dass die Batterie irgendwo hinmusste. Wie negativ sich Ecken, Kanten und Taschen auf den Luftstrom und damit auf Leistung und Effizienz auswirken können, habe ich bereits mit meinen Auspuff Basteleien erfahren.
![]() Die Caballero ist ja nun keine MotoGP Maschine aber einfach so Leistung oder Effizienz verschenken muss auch nicht sein. Ich hatte die Idee, die Form der Airbox mit einer einfachen 2 mm starken Polypropylen Platte aus dem Modellbau zu optimieren. Ich habe aus Pappe eine passende Abdeckung der Vertiefungen neben und unter der Batterie geschnitten und diese als Schablone für die PP Platte benutzt. Befestigt habe ich die Platte dann mit 2 Blechschrauben von der Rückseite der Airbox. Eine hinter dem Stoßdämpfer und eine in der Batteriebox. Auf keinen Fall wollte ich Schrauben oder Muttern in der Airbox benutzen. Bei meiner Caballero hat sich schon so manche Schraube losvibriert und wenn der Motor eine Schraube oder Mutter einsaugt, dann ist der Motorschaden garantiert.
![]() Beim Fahren war dann wirklich ein Unterschied zu spüren, keine Einbildung! Der Motor läuft jetzt untenrum noch ruhiger und weicher. Den Top Speed auf der Autobahn habe ich überhaupt noch nicht ausprobiert. Aber im 4. Gang dreht sie nun zuverlässig in den Drehzahlbegrenzer. Das kann definitiv nichts mit dem Effekt der Stauluft zu tun haben, der theoretisch erst jenseits der 100 km/h wirken kann. Anscheinend hat die zerklüftete Airbox starke Verwirbelungen erzeugt, die den Luftstrom an der Einspritzdüse vorbei gelenkt haben, ohne sich richtig mit dem Benzin zu vermischen. Das scheint jetzt besser zu sein. Theoretisch müsste der Motor nun bei gleicher Fahrweise etwas weniger Benzin verbrauchen. Werde ich mal beobachten. Für Bastler, die das nachmachen wollen hier die Schablone der Platte als PDF. |